Großübung von Polizei und Bevölkerungsschutz am Sonntag, 24. März 2019, in Ludwigsburg und Böblingen

Große und mitunter auch für Einsatzkräfte lebensbedrohliche Einsatzlagen gehören glücklicherweise nicht zum Alltag. Dessen ungeachtet bedarf in einem solchen Fall das gemeinsame Vorgehen der mit polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr betrauten Organisationen einer intensiven Vorbereitung. Auf der Grundlage der landesweiten Vorgaben des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg bereits im vergangenen Jahr mit dem Kreis Ludwigsburg eine gemeinsame Konzeption zur Bewältigung solcher Einsatzlagen verabschiedet. Mit dem Kreis Böblingen wird dies zeitnah erfolgen. Konzeptionell erarbeitete Abläufe müssen aber auch geübt und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden. Dazu findet am Sonntag, 24. März 2019, zwischen 07:00 und ca. 15:00 Uhr eine kreis- und behördenübergreifende Übung mit realitätsnahen Szenarien im Bereich des Residenzschlosses und des Klinikums Ludwigsburg sowie der Wildermuth-Kaserne in Böblingen statt. Mit rund 1.000 Einsatzkräften, Statisten und Beobachtern wird es eine der größten bisher durchgeführten Übungen in Baden-Württemberg sein.

„Diese Übung ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, ist Polizeivizepräsident Burkhard Metzger überzeugt. „Wir wollen damit die Bewältigung einer komplexen Lage mit Ereignisorten in beiden Landkreisen und dabei auch das Zusammenwirken mit weiteren Polizeipräsidien – in diesem Fall dem Polizeipräsidium Stuttgart und dem Polizeipräsidium Einsatz – trainieren.“ Im Vordergrund der praktischen Übungsteile steht für Metzger dabei die wichtige Interventionsphase durch erste Einsatzkräfte vor Ort und das Vorgehen unter dem Eindruck einer noch anhaltenden Bedrohungssituation durch agierende Täter. Hier kommt der Verzahnung polizeilicher Aktionen mit Rettungsmaßnahmen besondere Bedeutung zu. „Zeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung schwerverletzter Patienten beispielsweise nach einem Anschlag“, erklären der Ludwigsburger Kreisbrandmeister Andy Dorroch und Prof. Dr. Jörg Martin, der Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding RKH. „Für eine optimale Versorgung der Patienten ist die reibungslose Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte von der Einsatzstelle bis hin zur definitiven Versorgung in einem Traumazentrum wie dem Klinikum Ludwigsburg unabdingbar.“ Übungsziele, die auch vom Bevölkerungsschutz im Kreis Böblingen verfolgt werden.

„In einer solchen Schadenlage ist die Kommunikation und die Absprache zwischen der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr von elementarer Bedeutung. Den Unterschied zwischen einer normalen Schadenlage und einem Anschlagsszenario zu erkennen und dann entsprechend zu handeln, ist unser Hauptziel bei der Übung, wie auch die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle. Diese Übung soll auch dazu dienen, unsere Konzeption unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen“, führt der Erste Landesbeamte und stellvertretende Landrat des Landkreises Böblingen, Martin Wuttke, aus.

Allgemeine Informationen zur Großübung:

Die öffentlich wahrnehmbaren Übungsanteile am Residenzschloss und am Klinikum Ludwigsburg sowie im Bereich der Wildermuth-Kaserne Böblingen werden sich über einen Zeitraum von 07:00 bis ca. 15:00 Uhr erstrecken. Im Interesse eines realitätsnahen Übungsszenarios werden sowohl am Residenzschloss als auch an der Wildermuth-Kaserne Explosions- und Schussgeräusche hörbar sein. Im Verlauf der Übung werden zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn in Ludwigsburg und Böblingen unterwegs sein. In Böblingen wird auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.  Die eigentlichen Übungsräume werden von der Polizei abgesperrt und auch entsprechend ausgeschildert.  Das Polizeipräsidium Ludwigsburg wird die Übung auf facebook (@PolizeiLudwigsburg) und twitter (@PolizeiLB) begleiten.  Für Fragen im Zusammenhang mit der Übung ist im Übungszeitraum ein Info-Telefon geschaltet: 07141/18-5010.

Mit Behinderungen im Verlauf der Wolfgang-Brumme-Allee muss gerechnet werden

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg und die teilnehmenden Partner-Organisationen bitten um Verständnis. (pol)