Polizeiberichte vom 22.10.2020

Ehningen, Kreis Böblingen – Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person

Am Mittwoch kam es gegen 20:28 Uhr auf der Autobahn A81 zwischen den Anschlussstellen Ehningen und Hildrizhausen in Fahrtrichtung Singen zu einem schweren Verkehrsunfall.

Ein 55-jähriger Fahrer eines Pkw Alfa Romeo geriet vermutlich in Folge alkoholischer Einwirkung von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Leitplanke auf der rechten Seite. Dort prallte das Fahrzeug ab, überschlug sich mehrfach und kam entgegen der Fahrtrichtung auf allen vier Rädern zum Stehen. Der schwer verletzte Fahrer wurde von Ersthelfern aus dem Fahrzeug geborgen und später in ein Krankenhaus eingeliefert. Durch umherfliegende Teile wurde noch der BMW eines 28-Jährigen, welcher hinter dem Unfallfahrzeug gefahren war, beschädigt. Das Unfallfahrzeug erlitt Totalschaden, zudem wurden 22 Elemente der Leitplanke beschädigt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf ca. 47.000 Euro. (pol)

Landkreis Böblingen: Polizei registriert Zunahme von Anrufstraftaten

In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei insbesondere im Landkreis Böblingen eine Zunahme von sogenannten Anrufstraftaten. Unter diesen Begriff fallen all jene Straftaten, die zum Ziel haben, mit einem und nicht selten mehreren Anrufen das Opfer dazu zu bringen, einen Geldbetrag zu übergeben oder zu überweisen. Die Anrufer, die im Regelfall ältere Mitmenschen kontaktieren, geben sich als Mitarbeiter eines Gewinnspielunternehmens, Bankmitarbeiter, Enkel, Microsoft-Mitarbeiter oder Polizisten aus und täuschen einen Geldgewinn, ein Bank- oder Geldproblem, Probleme mit dem Computer oder gar Straftaten oder Unfälle vor. In den geschickt und teilweise auch aggressiv geführten Telefonaten setzen sie die Angerufenen unter Druck. So versuchen sie ihre Opfer dazu zu bringen größere Geldsummen oder Wertgegenstände zu übergeben oder zu überweisen. Falsche Microsoft-Mitarbeiter gehen noch subtiler vor. Sie erschleichen sich direkt den Zugriff auf das Computer-System ihres Opfers und transferieren die Geldsumme selbst.

Gerade nochmal gut, ging ein solcher, betrügerischer Anruf am Mittwoch in Leonberg. Dem bislang unbekannten Anrufer gelang es durch geschickte Gesprächsführung einer Seniorin weis zu machen, sie spräche mit ihrem Enkel. Dann gab der Unbekannte vor, bei einer Auktion etwas erstanden zu haben und nun kurzfristig 20.000 Euro zu benötigen. Um ihr Vertrauen zu gewinnen, versicherte er das Geld am nächsten Tag auch wieder zurück zu geben. Glücklicherweise befand sich gerade ein Verwandter bei der Seniorin, der das Telefonat verfolgte und es letztlich abbrach.

Tatsächlich bemerkt eine Vielzahl der Angerufenen recht schnell, dass sie mit einem Betrüger verbunden sind und beenden das Gespräch. Doch die Täter sind erfinderisch und lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen, um an Geld zu kommen. (pol)

Die Polizei rät:

Geben sie am Telefon keine persönlichen Daten insbesondere Ihre finanzielle Situation betreffend heraus. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Sobald Ihnen ein Anruf verdächtig erscheint, legen Sie auf und informieren Sie die Polizei.

Sindelfingen: PKW beschädigt

In der Nacht zum Mittwoch wurde ein PKW beschädigt, der im Karlsbader Weg in Sindelfingen in einer Garagenzufahrt vor einem Wohnhaus stand. Unbekannte warfen offenbar Steine gegen den Kia und beschädigten einen Außenspiegel, die Windschutzscheibe und die Motorhaube. Der Sachschaden wurde auf etwa 3.000 Euro geschätzt. Das Polizeirevier Sindelfingen, Tel. 07031/697-0, sucht Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben.(pol)

Renningen-Malmsheim: 53-Jähriger zeigt Hitlergruß

In der Bergstraße in Malmsheim bekamen es drei Polizistinnen und ein Polizist am Mittwochmittag mit einem äußerst unkooperativen und respektlosen 53-Jährigen zu tun. Gegen 12.00 Uhr meldeten sich zwei 33 und 35 Jahre alte Männer bei der Polizei und teilten mit, dass sie ein Mann von einem Balkon aus beleidigt und er auch den Hitlergruß gezeigt habe. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Leonberg nahm Kontakt zu den beiden Männern auf, die sich vor dem Haus, indem sich der Tatverdächtige befand, aufhielten. Im Anschluss versuchten die beiden Beamtinnen die Wohnung zu lokalisieren, zu dem der Balkon gehört. Bereits im Hausflur kam ihnen der 53-Jährige entgegen, der stark alkoholisiert zu sein schien. Die Aufforderung sich auszuweisen, kommentierte der Mann damit, dass er nicht wisse, was ein Bundepersonalausweis sei und er seine Daten nicht preisgeben werden. Die Diskussion mit dem 53-Jährigen wurde im weiteren Verlauf nach draußen verlegt und die Polizistinnen forderten eine zweite Streifenwagenbesatzung an. Bis diese eintraf, beleidigte der Mann die beiden 23 und 27 Jahre alten Beamtinnen mit übelsten Kraftausdrücken und auch auf sexueller Basis. Auch ihnen gegenüber zeigte er den Hitlergruß. Um ihn nach Ausweispapieren durchsuchen zu können, wurden dem Tatverdächtigen gemeinsam mit der zweiten Streifenwagenbesatzung Handschließen angelegt. Da kein Ausweis aufgefunden werden konnte, wurde der 53-Jährige zum Polizeirevier Leonberg gebracht. Auf der Fahrt dorthin mussten sich auch die 28 Jahre alte Polizistin und ihr 27-jähriger Kollege auf das übelste beleidigen lassen. Auf dem Polizeirevier verweigerte der Mann einen Atemalkoholtest. Seine Identität konnte schließlich jedoch festgestellt werden. Er musste den Rest des Tages in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers verbringen und wird sich wegen Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten müssen.(pol)

Herrenberg: Handtasche aus Kofferraum gestohlen

Das Polizeirevier Herrenberg, Tel. 07032/2708-0, sucht Zeugen, die am Mittwoch zwischen 12.30 Uhr und 13.45 Uhr auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs Herrenberg, der an Landesstraße 1184 liegt, etwas Verdächtiges beobachtet haben. Ein noch unbekannter Täter beobachtete eine 79 Jahre alte Ford-Fahrerin vermutlich dabei, als sie ihre Handtasche in den Kofferraum legte. Nachdem die Frau ihren PKW verlassen hatte, schlug der Dieb eine Scheibe des Ford ein und gelangte so in den Innenraum. Aus dem Kofferraum entwendete er dann die Handtasche, in der sich persönliche Dokumente und ein zweistelliger Bargeldbetrag befanden. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf mehrere hundert Euro belaufen.(pol)

Nufringen: Unfallflucht auf der K 1079

Wegen Unfallflucht ermittelt das Polizeirevier Herrenberg gegen einen noch unbekannten Fahrer eines dunkelgrauen Mercedes Kombi, der am Mittwoch gegen 23.20 Uhr auf der Kreisstraße 1079 in einen Unfall verwickelt war. Der Unbekannte und ein 32-Jähriger Seat-Fahrer waren zunächst auf der K 1079, die zwischen Nufringen und Gärtringen verläuft, unterwegs. An deren Ende wollten beide nach links auf die Bundesstraße 14 abbiegen. Der Unbekannte hatte sich auf den linken Linksabbiegestreifen eingeordnet, während sich der 32 Jahre alte Mann auf dem rechten befand. Beim Abbiegen geriet der Mercedes-Fahrer aus unbekannter Ursache nach rechts und prallte gegen den Seat. Im Anschluss ergriff er die Flucht und fuhr auf die Bundesautobahn 81 Richtung Singen auf. Der Seat-Lenker versuchte dem Mercedes zu folgen, konnte ihn jedoch nicht einholen. Am Seat entstand ein Sachschaden von etwa 1.500 Euro. Hinweise nimmt das Polizeirevier Herrenberg, Tel. 07032/2708-0, entgegen.(pol)

A8
Sindelfingen: „Trucker Distance Day“- nur wer sicher fährt kann auch sicher ankommen

Die Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg veranstaltete am Mittwoch von 9:00 bis 15:30 Uhr zusammen mit dem Polizeipräsidium Einsatz, dem Hauptzollamt Stuttgart, dem Eichamt Fellbach und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg den nunmehr sechsten „Trucker Distance Day“ auf der Tank- und Rastanlage „Sindelfinger Wald“ an der A8. Im Fokus der 65 Einsatzkräfte standen dabei vor allem Kleintransporter und Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs, die immer wieder in häufig folgenschwere Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und/oder unzureichendem Sicherheitsabstand verwickelt sind.

Unter Einsatz von Abstandsmesssystemen, mit DashCams ausgerüsteten Einsatzfahrzeugen und einem Videofahrzeug überprüften die Polizisten den fließenden Verkehr und kontrollierten 161 Fahrerinnen und Fahrer. Mit „nur“ 23 Abstandssündern viel das Ergebnis deutlich besser aus als beim letzten Distance-Day im Mai dieses Jahres, als noch 143 Trucker den erforderlichen Abstand nicht eingehalten hatten. Allerdings war die A 8 aus Richtung Karlsruhe wegen eines Unfalls über einen längeren Zeitraum gesperrt, was zu einem geringeren Verkehrsaufkommen geführt hatte.

Bei der ganzheitlich angelegten Kontrolle überprüften die Einsatzkräfte auch die Fahrtüchtigkeit und Berechtigung der Fahrer, den Zustand der Fahrzeuge, deren Ladung und die Ladungssicherung. Dabei stellten sie 121 Verstöße fest. Schwerwiegende Mängel entdeckten sie an zwei Lkw, an deren Anhängern die Bremsscheiben derart abgefahren waren, dass eine Weiterfahrt untersagt werden musste. Zwölf weitere Fahrer mussten wegen mangelhafter Ladungssicherung ihre Fahrt bis zur Wiederherstellung der Sicherheit unterbrechen. Bei vier Fahrzeuglenkern stellten die Beamtinnen und Beamten Anzeichen von Drogeneinwirkung fest und veranlassten bei ihnen die Entnahme einer Blutprobe. Erstmalig waren auch Umweltexperten an der Kontrollaktion beteiligt. Sie stellten einen Gefahrgut-Lkw fest, dessen radioaktive Ladung fehlerhaft gekennzeichnet war. Ein solcher Fehler kann zu Gefahren für Rettungskräfte führen, die im Fall eines Unfalls das transportierte Gefahrgut möglicherweise nicht richtig einordnen können.

Beim Trucker-Distance-Day geht es der Polizei nicht vorrangig um die Sanktion von Verstößen, sondern vielmehr darum, die Fahrerinnen und Fahrer mit ihrem Fehlverhalten zu konfrontieren und sie zu verantwortungsbewusstem Fahren anzuhalten. Nur wer sicher fährt, kann auch sicher ankommen. (pol)