Polizeiberichte vom 4.11.2020

 Mötzingen: 31-Jähriger leistet Widerstand

Im Zuge einer Personenkontrolle, die eine Streifenwagenbesatzung am Dienstag gegen 23.00 Uhr in der Daimlerstraße in Mötzingen durchführte, leistete ein 31 Jahre alter Mann Widerstand. Die beiden Beamten des Polizeireviers Herrenberg waren zunächst auf einen größeren Hund aufmerksam geworden, der auf dem Gehweg stand. Als der Hund auch nach einigen Minuten Wartezeit noch alleine war, entschlossen sich die Beamten mittels kurzer Lautsprecherdurchsagen nach dem Besitzer zu suchen. Von einem angrenzenden Grundstück aus trat schließlich der 31-Jährige auf den Gehweg und brachte den Hund zurück auf den Hof. Anschließend sollten die Personalien des Mannes festgestellt und überprüft werden. Der 31-Jährige, der keinen Ausweis bei sich trug, gab seine Daten an, reagierte aber insgesamt ablehnend den Polizisten gegenüber. Nachdem er durchsucht worden war, sollte er im Bereich des Streifenwagens auf die Überprüfung seiner Personalien warten. Diese Aufforderung missachtete er und bewegte sich in Richtung des Grundstücks. Ein Beamter hinderte ihn jedoch daran und wollte ihm hierauf Handschließen anlegen. Der 31-Jährige begann sich gegen die Polizisten zu wehren. Es entstand ein Gerangel. Dem Mann gelang es, sich aus dem Griff der Beamten zu befreien. Er schlug mit den Fäusten in Richtung der Beamten, worauf einer der Polizisten versuchte sich und seinen Kollegen mit dem Schlagstock zu schützen. Der 31-Jährige flüchtete anschließend in Richtung des Grundstücks. Die beiden 19 und 45 Jahre alten Beamten, die leichte Verletzungen erlitten hatten, nahmen die Verfolgung auf. Schließlich sprang der 31-Jährige durch ein halbgeöffnetes Fenster in ins Innere eines der Gebäude. Mehrere Streifenwagenbesatzungen, auch vom benachbarten Polizeipräsidium Pforzheim, wurden hierauf hinzugezogen. Auch mehrere Angehörige des 31-Jährigen versammelten sich auf dem Hof. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen ausführlich dargelegt worden waren, gelang es einer Beamtin und ihrem Kollegen Kontakt zu dem Geflüchteten aufzunehmen, so dass die Identitätsfeststellung letztlich abgeschlossen werden konnte. Während dessen beleidigte einer der Angehörigen den 45 Jahre alten Polizistin. Der 31-Jährige, der ebenfalls Verletzungen erlitten hatte, wurde durch den hinzugerufenen Rettungsdienst vor Ort versorgt. Die Polizei ermittelt nun wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung. (pol)

Rutesheim: Junge Obstbäume zerstört

Ein unbekannter Täter hat zwischen Samstag 11:00 Uhr und Montag 18:00 Uhr im Gewann „Burgfeld“ rechts der Pforzheimer Straße in Richtung Perouse auf einem Wiesengrundstück drei junge Obstbäume zerstört. Er entfernte die hölzernen Stützposten, sägte und knickte die Kronen der Bäume ab und nahm jeweils die Stämme mit. Zwei der Stämme sägte er ab und der Dritte wurde ausgegraben. Personen, die Hinweise zu dieser sinnlosen Aktion geben können, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Rutesheim, Tel. 07152 99910-0, zu melden.(pol)

Sindelfingen-Darmsheim: Falscher Microsoft-Mitarbeiter betrügt 63-Jährigen

Einen fünfstelligen Betrag erbeutete ein falscher Microsoft-Mitarbeiter am Dienstag während eines mehrere Stunden dauernden Telefonats mit einem 63-Jährigen aus Darmsheim. Der Täter redete seinem Opfer ein, dass es ein Schadprogramm auf dessen Laptop gäbe, das das Online-Banking beeinflussen würde. Dieses müsse entfernt werden, wozu ein Fernzugriff auf den Laptop notwendig wäre. Der Angerufene ließ dies zu und tätigte mehrere Überweisungen von seinen Konten ins Ausland. Nur so sei es laut dem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter möglich, die Sicherheit des Online-Bankings zu überprüfen. Es handle sich jedoch lediglich um virtuelle Überweisungen. Als der 63-Jährige misstrauisch wurde, überprüfte er das Online-Banking während des noch laufendenden Telfefonats anhand eines Tablet-Computers. Als er feststellte, dass die Überweisungen tatsächlich durchgeführt worden waren, beendete er das Gespräch und wandte sich an die Polizei. (pol)

Böblingen: 35-Jähriger fährt gegen Stromkasten

Am Dienstag kam es kurz nach 16.00 Uhr in der Robert-Bosch-Straße in Böblingen zu einem Unfall, der einen Stromausfall nach sich zog. Ein 35 Jahre alter Porsche-Lenker kam beim Befahren der Robert-Bosch-Straße in Richtung der Stuttgarter Straße vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und der PKW prallte gegen einen Stromkasten. Laut Zeugenaussagen stiegen zwei Personen aus dem Porsche aus. Während der 35-Jährige vor Ort blieb, machte sich der noch unbekannte Beifahrer aus dem Staub. Die Zeugen alarmierten zeitgleich die Polizei. Ein Atemalkoholtest und ein Drogenvortest, die der Porsche-Fahrer freiwillig durchführte, verliefen beide positiv. Der Mann musste sich anschließend einer Blutentnahme unterziehen. Als sein Führerschein beschlagnahmt werden sollte, konnte der 35-Jährige diesen zunächst nicht finden. Weitere Ermittlungen hierzu sowie zu dem noch unbekannten Beifahrer dauern an. Der entstandene Sachschaden wurde auf mindestens 10.000 Euro geschätzt. Aufgrund des Stromausfalls, der etwa zwei Stunden dauerte, wurde der zuständige Energieversorger hinzugezogen. (pol)

BAB 8 Leonberg: Anhänger bei Auffahrunfall abgekoppelt

Am Dienstag gegen 18:40 Uhr fuhr der Fahrer eines Mitsubishi vermutlich aufgrund eines Sekundenschlafes zwischen den Anschlussstellen Leonberg-Ost und dem Autobahnkreuz Stuttgart kurz vor der Rastanlage Sindelfinger Wald auf den vorausfahrenden Anhänger eines Mercedes-Kombi auf. Durch den Aufprall wurde der Anhänger abgekoppelt und blieb zunächst auf der Fahrbahn stehen. Die Unfallbeteiligten reagierten unverzüglich und schoben den Anhänger auf den Standstreifen, wodurch Folgeunfälle verhindert werden konnten. Das Fahrzeug des Unfallverursachers war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Anhänger sowie der Mercedes-Kombi wurden ebenfalls beschädigt, sodass insgesamt ein Schaden von rund 8000 Euro entstand. (pol)

 

Direkter Kontakt zu Blaulichtnews BB per WhatsApp