Polizeiberichte vom 2.3.2021

Sindelfingen: Auseinandersetzung eskaliert

Drei Männer im Alter von 41, 45 und 50 Jahren saßen am Montag gegen 20.20 Uhr auf den Treppen im Bereich des nordöstlichen Ein-/Ausgangs eines Einkaufszentrums in der Mercedesstraße in Sindelfingen. Die Männer, die sich teilweise flüchtig kennen, waren augenscheinlich alkoholisiert. Aus noch ungeklärten Gründen kam es zwischen dem 45- und dem 50-Jährigen zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung. Diese steigerte sich zunehmend und gipfelte darin, dass der 45-Jährige den sich erhebenden 50-Jährigen mutmaßlich mit dem Fuß in den Bauch trat. Nachdem der 50-Jährige daraufhin zu Boden gestürzt war, soll der Angreifer ihm noch mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben. Zudem leerte er offenbar noch den Inhalt einer Bierdose über den 50-Jährigen, der immer noch am Boden lag. Im Anschluss ließ der 45-Jährige vom Geschädigten ab und alarmierte die Polizei. Die hinzugezogenen Beamten trafen die drei Männer schließlich vor Ort an. Die Lage war zu diesem Zeitpunkt ruhig. Während der anschließenden Personalienerhebung wurde eruiert, dass der 50-Jährige im Zuge der Auseinandersetzung leichte Verletzungen erlitt. Die Hinzuziehung eines Rettungsdienstes wurde von ihm allerdings abgelehnt. Den drei Männern wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ein Platzverweis erteilt. Dem 45-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.(pol)

Herrenberg: Nicht genehmigte Versammlung am „Bronntor“ – Teilnehmer verletzen Polizisten bei Widerstandshandlungen

Vorfälle im Zusammenhang mit einer nicht genehmigten Versammlung am Montag gegen 18:45 Uhr im Bereich „Bronntor“ in Herrenberg ziehen kriminalpolizeiliche Ermittlungen nach sich. Zunächst hatte ein Sicherheitsdienst eine Gruppe von etwa 15 Personen vor einem Einkaufszentrum in der Hirschgasse gemeldet, die Kerzen haltend politische Parolen singen würden. Dabei würden sie die geforderten Abstände zueinander nicht einhalten und auch keine Masken tragen. Nach Ansprache durch den Sicherheitsdienst begab sich die Gruppe in Richtung der Herrenberger Altstadt, wo sie kurz darauf von Polizeibeamten im Bereich „Bronntor“ angetroffen werden konnten.

Die Personen standen ohne Mund-Nasen-Bedeckung im Kreis, sangen Lieder und hielten selbst gemalte Plakate mit politischen Botschaften. Als die Beamten die Personalien der Teilnehmer feststellen wollten, gab sich eine 57-Jährige als Sprecherin der Gruppe aus. Aufgrund der Plakate und Kerzen war die Versammlung als nicht spontan zu werten, weswegen sie als Veranstalterin in Betracht kam. Sie erklärte in der Folge, dass die Versammlung nicht angemeldet worden war und zeigte ein Attest vor, welches sie vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien würde. Hierbei versuchte sie Arzt und Aussteller vor den Beamten zu verbergen. Als einer der Polizisten das Attest zur Kontrolle greifen wollte, riss sie dies und ihren Ausweis weg. Die Beamten setzen die weitere Kontrolle ihrer Person durch und brachten die 57-Jährige zum Streifenwagen, wobei sie mehrfach gegen das Bein eines der Beamten trat. Sie wehrte sich vehement gegen die polizeilichen Maßnahmen, versuchte sich loszureißen und schrie herum. In diesem Moment griffen weitere Teilnehmer der nicht genehmigten Versammlung ein und wollten die 57-Jährige befreien. Letztlich musste die Frau durch die Beamten zu Boden gebracht werden.

Das ganze Geschehen wurde von einer 47-Jährigen mit ihrem Smartphone gefilmt. Als die Polizisten das Gerät zu Beweiszwecken sicherstellten, kam es zu weiteren Widerstandshandlungen durch die 47-Jährige. Eine 62-Jährige verweigerte die Herausgabe ihres Ausweises, zwickte eine Beamtin in die Hand und verteilte heißes Kerzenwachs über einen Polizisten. Sie wurde in der Folge zur Identitätsfeststellung auf die Dienststelle gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen.

Insgesamt leiteten die Beamten gegen drei Personen Strafverfahren und gegen sieben Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt.(pol)

Weissach: Autoscheibe beschädigt

Nach einer Verkehrsunfallflucht, die am Montag zwischen 14:45 und 18:10 Uhr im Ulmenweg in Weissach begangen wurde, sucht die Polizei nach Zeugen. Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker stieß gegen einen am Fahrbahnrand geparkten Opel. Hierdurch zerbarst die Scheibe an der Beifahrertür. Ohne sich um den angerichteten Sachschaden im Wert einer dreistelligen Summe zu kümmern, suchte der Unbekannte das Weite. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Verursacher möglicherweise um einen Radfahrer handeln könnte. Weitere sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Leonberg, Tel. 07152 605-0, entgegen.(pol)

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