Polizeiberichte vom 1.2.2022

Weil der Stadt: Verkehrszeichen gestohlen

Ein bislang unbekannter Täter hat bereits vor dem 26.01.2022 in der Jahnstraße an der Einmündung zur Josef-Beyerle-Straße ein Verkehrszeichen abmontiert und entwendet. Es handelt sich um ein Vorschriftszeichen „Vorgeschriebene Vorbeifahrt rechts“ (blauer Kreis mit weißem Pfeil) im Wert von etwa 200 Euro. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Leonberg (Tel. 07152 605-120) entgegen.(pol)

Leonberg: Pedelec-Fahrerin bei Unfall leicht verletzt

Am Montag kam es gegen 21:50 Uhr im Bereich der Bruckenbachstraße und der Hertichstraße in Leonberg zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Pedelec-Fahrerin. Ein 53-jähriger VW-Lenker befuhr die Bruckenbachstraße in Richtung Hertichstraße und ließ zunächst einen entgegenkommenden und der abknickenden Vorfahrtsstraße folgenden Verkehrteilnehmer in die Hertichstraße abbiegen. Als der VW-Lenker dann seine Fahrt fortsetzen wollte, übersah er mutmaßlich die vorfahrtsberechtigte 23-jährige Pedelec-Fahrerin, die aus der Hertichstraße in die Bruckenbachstraße einbog. Durch die Kollision stürzt die 23-jährige zu Boden und wurde leicht verletzt. Sie wurde durch eine hinzugerufene Rettungswagenbesatzung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von rund 1.200 Euro.(pol)

Bondorf: Betrüger erbeuten mit der „Enkeltrickmasche“ mehrere tausend Euro

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg registriert auch weiterhin nahezu täglich eine Vielzahl von Anrufstraftaten mit unterschiedlichsten Maschen. Vom Enkeltrick, über falsche Polizeibeamte, Staatsanwälte, BKA-Beamte bis hin zum Vortäuschen eines tödlichen Unfalls zeigen sich die Täter mitunter äußerst kreativ, um ihr Opfer dazu zu bringen Bargeld oder Gold und auch Schmuck an sie zu übergeben. In den allermeisten Fällen bemerken die Angerufenen die Täuschungsabsicht und beenden das Telefonat kurzum, wozu die Polizei im Übrigen auch rät. Eine Seniorin aus Bondorf wurde am Montag gegen 13:30 Uhr Opfer eines solchen Anrufs. Ihrem Anschein nach erhielt sie einen Anruf ihrer Enkelin. Hier gab die vermeintliche Enkelin an, schuldhaft in einen Unfall verwickelt zu sein. Ein Unfallbeteiligter sei dabei ums Leben gekommen. Nur durch eine Kautionszahlung von mehreren tausend Euro müsse sie nicht direkt ins Gefängnis. Trotz einer gewissen Skepsis begab sich die Frau zu ihrer Bank, um dort Bargeld abzuheben. Der fünfstellige Geldbetrag sollte zunächst bei einem vermeintlichen Staatsanwalt in Stuttgart hinterlegt werden, was von der Seniorin jedoch abgelehnt wurde. Allerdings kam es dann gegen 16:00 Uhr zu einer Geldübergabe auf einem Parkplatz in der Hindenburgstraße in Bondorf. Ein unbekannter Täter entfernte sich nach der Übergabe zu Fuß. Erst am frühen Abend stellte die Seniorin den Betrug fest. Zeugen, die Hinweise zu einem verdächtigen Mann geben können, der sich gegen 16:00 Uhr im Bereich des dortigen Sonnenstudios auf dem Parkplatz aufhielt, werden gebeten, sich unter Tel. 0800 1100225 mit der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg in Verbindung zu setzen. Die Polizei appelliert erneut an Personen, die einen verdächtigen Anruf erhalten, diesen sofort zu beenden und stattdessen selbst Kontakt über die sonst üblichen Wege (bekannte Telefonnummern, persönlich) zu ihren Verwandten aufzunehmen. Darüber hinaus sollte die Polizei informiert werden.(pol)

Böblingen
Ludwigsburg: 43 Versammlungen im Zusammenhang mit Corona-Maßnahmen – Versammlung in Vaihingen/Enz durch die Polizei aufgelöst

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg zählte am Montagabend in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg insgesamt 43 Versammlungen im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen, an denen rund 5.300 Personen teilnahmen. Sechs dieser Versammlungen waren von Befürwortern der Maßnahmen zuvor auch angemeldet worden. Für verkehrs- und ordnungspolizeiliche Maßnahmen waren 200 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte eingesetzt.

Mit einer Ausnahme verliefen alle Versammlungen friedlich und ohne nennenswerte Störungen. In Vaihingen an der Enz musste der Montagsspaziergang zum Ende hin von der Polizei aufgelöst werden. Zunächst etwa 200 Teilnehmende hatten sich dort ab 18:00 Uhr zu einem Aufzug eingefunden. Die von Polizei und Versammlungsbehörde über Lautsprecher kommunizierte Feststellung einer Versammlung wurde mit lauten Unmutsbezeugungen, Trillerpfeifen und Kuhglocken quittiert, bevor sich der Aufzug in Bewegung setzte und auf rund 500 Teilnehmende anschwoll. Auf zwei unterschiedlichen Strecken mussten die Einsatzkräfte die Teilnehmenden permanent zur Einhaltung von Mindestabständen, der Maskentragepflicht und zum verkehrsgerechten Verhalten auffordern.

Nach Ende des Aufzugs hielten sich gegen 20:00 Uhr etwa 130 Personen wieder auf dem Marktplatz auf und verstießen dort fortgesetzt gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz. Weitere Lautsprecherdurchsagen der Polizei fanden keine Beachtung und führten letztlich in Abstimmung mit der Versammlungsbehörde zur Auflösung der Versammlung, die von der Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften auch durchgesetzt wurde. In diesem Zusammenhang wurden 17 Platzverweise erteilt. In sieben Fällen leitete die Polizei strafrechtliche Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein. Ein weiterer Versammlungsteilnehmer muss sich wegen Beleidigung von Polizeibeamten verantworten.

„Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Polizei in Abwägung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes auch den Teilnehmenden einer nicht angemeldeten Versammlung die Ausübung ihres grundrechtlich verbrieften Versammlungsrechts ermöglichen wird,“ so Erster Polizeihauptkommissar Hans Hecker, der Leiter des Polizeireviers Vaihingen an der Enz. „Es ist jedoch nicht hinnehmbar, dass offensichtlich unbelehrbare Teilnehmende im Anschluss an den Aufzug gegen jedweden Infektionsschutz verstoßen und mehrfache polizeiliche Aufforderungen nicht beachten.“(pol/sta)

A8
Leonberg: Verkehrsunfall mit unklarem Unfallhergang

Noch Zeugen sucht die Polizei zu einem Verkehrsunfall, der sich am Montag gegen 21:20 Uhr auf der A8 zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Ausfahrt Leonberg-West ereignete. Im stockenden Verkehr kam es zum seitlichen Zusammenstoß zwischen einer Sattelzugmaschine, die auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr und einem Pkw Ford, der auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war. Dabei entstand ein Sachschaden von jeweils etwa 3.000 Euro. Da die Fahrer unterschiedliche Angaben zum Unfallhergang machen, werden mögliche Zeugen gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion, Tel. 0711 6869-0, zu melden.(pol)

Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg: Mutmaßliche Suizidentin auf der A8 bei Leonberg gestoppt

Eine 35-jährige Frau wurde am Montagabend mit ihrem Pkw auf der A 8 Stuttgart-Karlsruhe kurz nach der Anschlussstelle Leonberg-West von der Polizei gestoppt. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte sie gegen 15:00 Uhr das Wohnhaus ihrer Familie im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen verlassen, hatte Suizid angekündigt und war mit einem Pkw in zunächst unbekannte Richtung weggefahren. Dabei führte sie mutmaßlich eine Schusswaffe mit. Im Zuge der von der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde ihr BMW von einer Streifenbesatzung des Polizeipräsidiums Ulm auf der A 8 entdeckt und sollte gegen 18:45 Uhr beim Parkplatz Kornberg zwischen Mühlhausen und Kirchheim/Teck angehalten und kontrolliert werden. Die 35-Jährige entzog sich jedoch der Kontrolle und setzte ihre Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Karlsruhe fort. In der Folge unterstützten mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg die Fahndungsmaßnahmen, nahmen den BMW im Bereich Flughafen/Messe auf und konnten das Fahrzeug schließlich gegen 19.15 Uhr nach der Anschlussstelle Leonberg-West stoppen. Dabei fuhr die Frau auf zwei Einsatzfahrzeuge auf. Ein Beamter des Polizeipräsidiums Ulm zog sich leichte Verletzungen zu. Noch vor einem Zugriff der Einsatzkräfte brachte sich die 35-Jährige auf noch nicht geklärte Art und Weise eine Verletzung im Brustbereich bei. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. In ihrem Auto wurde eine Pistole aufgefunden, bei der es sich nach erstem Augenschein um eine Schreckschusswaffe handelt. Die A 8 in Richtung Karlsruhe war für die polizeilichen Maßnahmen bis gegen 22:20 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Leonberg-West ausgeleitet.(pol)