Polizeiberichte vom 17.2.2022

Leonberg: 55 Jahre alte Frau leistet Widerstand bei Verkehrskontrolle

Am Mittwochvormittag führten Beamte des Polizeireviers Leonberg in der Grabenstraße in Leonberg eine stationäre Verkehrskontrolle durch. Da eine 55 Jahre alte PKW-Lenkerin nicht angeschnallt war, sollte sie gegen 10.00 Uhr einer Kontrolle unterzogen werden. Die 55-Jährige verweigerte jedoch jegliche Mitwirkung. Sie verriegelte den PKW und versuchte das zuvor geöffnete Fahrerfenster zu schließen. Einem Beamten gelang es, dies zu verhindern. Eine seiner Kolleginnen konnte hierauf die Fahrzeugtür öffnen. Da die 55-Jährige weiterhin alle Aufforderungen der Polizisten und Polizistinnen ignorierte, musste sie aus dem Fahrzeug herausgezogen werden. Die Frau begann nun um sich zu schlagen und zu treten. Aufgrund dessen wurde sie von mehreren Beamten zu Boden gebracht. Als ihr Handschließen angelegt wurden, erlitt eine Beamtin leichte Verletzungen. Die Frau wurde anschließend zur Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen zum Polizeirevier Leonberg gebracht. Die 55-Jährige und ihr Fahrzeug wurden durchsucht. Hierbei fanden die Polizisten selbsterstellte Personaldokumente auf, diese wurden beschlagnahmt. Auch das Handy der Tatverdächtigen musste beschlagnahmt werden, da sie vermutlich Teile der Verkehrskontrolle aufgezeichnet hatte. Im Anschluss an die Maßnahmen wurde die 55-Jährige auf freien Fuß entlassen. Sie muss nun unter anderem mit einer Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung rechnen.(pol)

Leonberg: Gefährliche Körperverletzung nach Parkverstoß

Am Mittwoch gegen 21:00 Uhr parkte ein 39-Jähriger seinen Pkw in der Eltinger Straße in Leonberg auf einem Privatparkplatz hinter einem Kreditinstitut. Der Verkehrsteilnehmer wollte seinen Pkw eigener Aussage zufolge nur kurz abstellen, um sich bei einem Schnellimbiss etwas zu essen zu holen. Seine 60-jährige Begleiterin wartete währenddessen an der Zufahrt zu dem Parkplatz. Als die beiden nur wenige Minuten später zu dem Fahrzeug zurückgekommen seien, habe ein unbekannter Mann gerade ein Ticket für eine Vertragsstrafe ausgefüllt. Der 39-Jährige war hiermit nicht einverstanden, weshalb es zwischen ihnen zu einem hitzigen Streitgespräch gekommen sei. Mutmaßlich eskalierte die verbale Diskussion im Weiteren derart, dass der Unbekannte zu einem BMW ging und aus diesem einen Schlagstock hervorholte. Aus dem BMW stieg zudem eine weitere Person aus. Die Unbekannten seien dann auf den 39-Jährigen zugegangen und attackierten diesen wohl. Die 60-jährige Begleiterin habe interveniert und sich zwischen die beiden Parteien gestellt. Hierbei sei die Frau von dem Schlagstock getroffen und leicht verletzt worden. Der 39-Jährige verständigte via Notruf die Polizei, worauf die Angreifer mit ihrem BMW in Richtung des Hallenbads geflüchtet seien. Zeugen, die nähere Angaben zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Leonberg, Tel. 07152 605-0, zu melden.(pol)

Böblingen: Jugendliche in Bus sexuell belästigt

Eine 16-Jährige fuhr am Mittwoch gegen 20:05 Uhr mit einem Bus der Linie 760 vom Bahnhof Böblingen in Richtung Waldenbuch. Während der Fahrt wurde sie von einem bislang unbekannten Mann, der neben ihr Platz nahm, unsittlich berührt. Der Unbekannte schob seine Hand so nah an das Gesäß der Jugendlichen, dass er es berührte. Erst als das Mädchen aufstand, nahm er seine Hand weg. Die 16-Jährige sprach einen Bekannten, der sich ebenfalls im Bus befand an, und verließ gemeinsam mit diesem an der Haltestelle „Klaffensteinstraße“ den Bus. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen etwa 50 Jahre alten Mann, mit kurzen grauen Haaren gehandelt haben. Er sei mit einer Jeanshose und einer etwas dickeren Jacke bekleidet gewesen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt oder der gesuchten Person machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Tel. 0800 1100 225, zu melden.(pol)

Waldenbuch: Feuerwehreinsatz

Am Mittwoch kam es gegen 12:40 Uhr in der Straße „Im Gaiern“ in Waldenbuch zu einem Feuerwehreinsatz, nachdem Rauch aus dem Schornstein und einem Fenster eines Wohnhauses gemeldet worden war. Die Feuerwehr konnte feststellen, dass es lediglich zu einem Kaminbrand aufgrund eines verrußten Kaminrohrs gekommen war. Zudem sorgte wohl feuchtes Holz, welches zum Anheizen des Kamins verwendet wurde, für eine starke Rauchentwicklung. Es waren kleinere Löscharbeiten erforderlich. Die Freiwilligen Feuerwehren Waldenbuch und Steinenbronn waren mit insgesamt fünf Fahrzeugen und 41 Wehrleuten vor Ort.(pol)

Sindelfingen: Führerschein nach Unfällen in Tiefgarage beschlagnahmt

Ein 87-Jähriger war am Mittwoch gegen 16:00 Uhr an gleich zwei Verkehrsunfällen in der Parkhaustiefgarage eines Supermarktes in der Calwer Straße in Sindelfingen beteiligt. Der Senior war in der Tiefgarage mit seiner Mercedes E-Klasse unterwegs und wollte mutmaßlich nach links in Richtung der Ausfahrt fahren. Hierbei touchierte er den Mercedes eines 77-Jährigen, der sich bereits auf der Weggabelung zur Ausfahrt befand. Ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern fuhr der 87-Jährige weiter. Die 73-jährige Beifahrerin des 77-Jährigen stieg daraufhin aus und eilte dem Senior zu Fuß nach. Auf den Unfall angesprochen habe der Mann entgegnet, dass er lediglich gegen eine Mauer gefahren sei. Er versuchte anschließend zurückzusetzen und fuhr hierbei gegen die B-Klasse eines verkehrsbedingt wartenden 20-Jährigen. Danach parkte der 87-Jährige seinen PKW und behauptete, dass die anderen Beteiligten sein Fahrzeug beschädigt hätten. Da die eingesetzten Polizeibeamten während der Unfallaufnahme gesundheitliche Mängel bei dem E-Klasse-Fahrer feststellten, wurde dessen Führerschein beschlagnahmt. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von rund 9.500 Euro.(pol)

Landkreis Böblingen: Bilanz des Polizeipräsidiums Ludwigsburg zum Sturmtief „Ylenia“

Der Landkreis Böblingen kam aus polizeilicher Sicht nach einer ersten Bilanz verhältnismäßig glimpflich durch das Sturmtief „Ylenia“. Die Polizei rückte in den vergangenen zwölf Stunden rund fünf Mal aus. Die Fälle erstrecken sich von umgewehten Bauzäunen, herumfliegende Gegenständen bis zu einem umgestürzten Baum in der Schlossstraße Herrenberg. In einem Fall wurde in Böblingen die Fahrzeugtür eines Pkw beim Verlassen des Fahrzeugs gegen ein anderes geschlagen, wodurch Sachschaden entstand.(pol)

Weil der Stadt: Bagger umgestürzt

Am Donnerstagmorgen kippte ein 36 Tonnen schwerer Bagger, der auf einer Baustelle in der Straße „Malersbuckel“ in Weil der Stadt bei Arbeiten eingesetzt war, um. Ein 58-jähriger Baggerfahrer führte gegen 10.00 Uhr Abbrucharbeiten an einer Böschung durch, als er wohl den Arm des Baggers schwenkte. Mutmaßlich hierdurch geriet das Fahrzeug auf der Schräge, wohl begünstigt durch lockeren Untergrund, ins Rutschen. Der Bagger kippte im Folgenden um. Das rutschende Fahrzeug wurde letztlich durch einen Schuttcontainer gestoppt. Der 58-Jährige konnte den Bagger eigenständig, aber leichtverletzt verlassen. Der Sachschaden an der Arbeitsmaschine kann noch nicht abschließend beziffert werden. Eine erste Schätzung beläuft sich auf etwa 100.000 Euro Sachschaden. Aufgrund der Endposition des Baggers lief Kraftstoff in unbekannter Menge aus dem Tank aus. Ein Mitarbeiter des zuständigen Umweltamts befand sich vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Weil der Stadt rückte mit drei Fahrzeugen und acht Einsatzkräften aus. Oberflächlich festgestellte Betriebsstoffe konnten durch die Freiwillige Feuerwehr abgestreut werden. Aufgrund des lockeren Untergrunds und der Schräglage gestalten sich die noch andauernden Bergungsarbeiten kompliziert. Die Maschine konnten bereits wieder aufgestellt werden. Am Folgetag werden Reparaturarbeiten anstehen, um sie letztlich abtransportieren zu können.(pol)