Polizeiberichte vom 7.4.2022

BAB 81/Leonberg: Auffahrunfall mit leichtverletzter Person

Zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen und einer leichtverletzten Person kam es am Mittwoch gegen 14:30 Uhr auf der Autobahn 81 zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach. Vermutlich aufgrund zu geringem Sicherheitsabstand fuhr, auf dem zweiten Fahrstreifen von rechts an der Einfahrt zum Engelberg-Tunnel, ein 58-jähriger Renault-Lenker auf einen vor ihm bremsenden Renault-Kleintransporter eines 45-Jährigen auf. Dieser wurde wiederum vor den vor ihm bremsenden Mercedes einer 56-jährigen aufgeschoben. Bei dem Unfall wurde der 45-jährige leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 45.000 Euro. Die beiden Renault waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Zwischenzeitlich entstand ein Rückstau von rund fünf Kilometer Stau.(pol)

Herrenberg/Gärtringen/Holzgerlingen: Verkehrsteilnehmer soll andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben – Zeugen und Geschädigte gesucht

Am Donnerstag gegen 05:35 Uhr meldet ein Verkehrsteilnehmer einen Fahrzeugführer, welcher mit seinem schwarzen Peugeot Schlangenlinien gefahren und hiermit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben soll. Der 21-jährige Fahrer soll zunächst durch Herrenberg und dann auf die Bundesstraße 14 in Richtung Nufringen gefahren sein. Auf Höhe der Hochschule für Polizei soll er beinahe in den rechten Graben neben der Fahrbahn abgekommen und im weiteren Verlauf auf Höhe Gärtringen in den Gegenverkehr gekommen sein. Zudem soll es während seiner Fahrt auf der Auffahrt zur BAB 81 in Richtung Stuttgart beinahe zu einem Verkehrsunfall mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer gekommen sein. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Herrenberg konnte den 21-Jährigen an der Abfahrt „Böblingen“ der Bundesstraße 464 einer Kontrolle unterziehen. Im Rahmen der Kontrolle gab der Fahrer an, lediglich etwas müde zu sein. Das Polizeirevier Herrenberg, Tel. 07032 2708-0, sucht Zeugen und gegebenenfalls Geschädigte, die durch die Fahrweise des Peugeot-Fahrers gefährdet wurden.(pol)

Nufringen: Betrug per Instant-Messaging-Dienst

Über den Instant-Messaging-Dienst „WhatsApp“ nahm ein Unbekannter bereits ab Montag Kontakt zu einer 68-Jährigen aus Nufringen auf. In dem Chat gab sich der Unbekannte als Sohn der Dame aus und gab im Verlauf der weiteren Unterhaltung an, dass er sich im Ausland befinde und Geld für ein neues Smartphone sowie einen Laptop benötige. Die 68-Jährige zweifelte zunächst nicht an den Angaben und veranlasste die Überweisung eines vierstelligen Betrages über das Konto ihres Neffen. Dass sie betrogen worden war, bemerkte die Dame erst, nachdem sie dem vermeintlichen Sohn am Mittwoch eine persönliche Frage stellte, die dieser nicht beantworten konnte.(pol)

Schönaich: Holzstapel in Brand gesetzt – Zeugen gesucht

Ein noch unbekannter Täter entzündete am Mittwoch gegen 14:30 Uhr zwei Holzstapel auf einem Gartengrundstück im Bereich der Steinenbronner Straße in Schönaich. Das Gartengrundstück liegt auf dem Gewann „Roter Berg“. Die beiden Holzstapel mit einer Länge von rund zehn Metern und einer Höhe von etwa eineinhalb Meter standen beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehr bereits in Vollbrand. Auch ein danebenstehender Anhänger sowie zwei kleinere Bäume wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Freiwilligen Feuerwehren Schönaich und Holzgerlingen waren zur Brandbekämpfung mit sieben Fahrzeuge und 30 Einsatzkräften am Brandort. Auch ein Polizeihubschrauber wurde zur Absuche des Gebietes mit eingesetzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro.

Möglicherweise besteht ein Tatzusammenhang mit einem ähnlich gelagerten Brand, der am Samstag gegen 15:25 Uhr im Gewann „Gurgeln“ in Schönaich festgestellt wurde. Auch hier brannte, unweit der Kläranlage, ein größerer Holzstapel auf einem Gartengrundstück. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Tel. 0800 1100225, hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können.(pol)

Hildrizhausen: Verkehrsunfall löst Brand aus

Zu einem Verkehrsunfall mit einem Sachschaden von rund 25.000 Euro kam es am Mittwoch gegen 20:45 Uhr in der Altdorfer Straße in Hildrizhausen. Ein 34-jähriger Smart-Lenker war in Richtung Stadtmitte unterwegs und kollidierte aus bislang unbekannter Ursache mit einem am Fahrbahnrand geparkten Opel. Durch den Zusammenstoß entstand mutmaßlich ein Kurzschluss im Motorraum des Smart, der einen Brand entfachte. Die Freiwillige Feuerwehr Hildrizhausen rückte mit einem Fahrzeug und neun Einsatzkräften an die Unfallstelle aus und löschte das Feuer. Der beschädigte Smart war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.(pol)

Landkreise Böblingen und Ludwigsburg: Neues Präventionskonzept der Polizei: „Respekt ist ein Bumerang“

„Respekt ist ein Bumerang“ Hinter diesem Titel, der zum Nachdenken anregen soll, verbirgt sich ein neues, interaktives Workshop-Programm der Polizei Baden-Württemberg, das sich an junge Menschen ab 16 Jahren richtet.

Der Hintergrund: Die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte erreichte in Baden-Württemberg im Jahr 2020 mit 5.151 Straftaten einen neuen Höchststand. Auch im Jahr 2021 setzte sich dieser Trend fort. Die Ursachen und Ausprägungen der Gewalthandlungen sind vielschichtig und komplex. Dabei spielen Aspekte wie zum Beispiel die Enthemmung durch Alkohol oder auch Gruppendynamik eine besondere Rolle. Immer häufiger wird bei der Durchführung polizeilicher Maßnahmen auch die Autorität der Polizei grundsätzlich in Frage gestellt und zunehmend solidarisieren sich Unbeteiligte mit den Täterinnen bzw. Tätern. Die Kontrollsituationen werden dabei oft mit Handys gefilmt und über die sozialen Medien verbreitet.

Der Höhepunkt dieser Entwicklung, die Stuttgarter Krawallnacht im Juni 2020, hat gezeigt, mit welchem Gewalt- und Aggressionspotential Polizistinnen und Polizisten in Ausübung ihres Dienstes konfrontiert sind. Ein großer Teil der Tatverdächtigen war damals jünger als 30 Jahre.

Das Landeskriminalamt entwickelte infolgedessen gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Polizeipräsidien das landesweite Präventionskonzept „Respekt ist ein Bumerang“. Es richtet sich primär an junge Menschen ab 16 Jahren in ihren Schulklassen, aber auch in anderen Gruppenverbänden, wie z.B. Fahrschulen, Vereinen oder Jugendhäusern.

Das Konzept zielt insbesondere auf einen respektvollen Umgang miteinander ab. Es soll ein Dialog zwischen den jungen Menschen und der Polizei entstehen. In den Workshops werden verschiedene Mittel, wie ein Einstiegsfilm, ein Rollenwechsel von Polizei und jungen Menschen oder auch ein Quiz genutzt, damit ein Austausch entstehen kann. Darüber hinaus werden den Teilnehmenden die rechtlichen Grundlagen des polizeilichen Handelns und die polizeilichen Aufgaben nähergebracht. Es wird dabei auch darauf hingewiesen, welche Möglichkeiten den Jugendlichen zur Verfügung stehen, sollten sie sich durch die Polizei nicht korrekt behandelt fühlen.

„Das Angebot ist keine Einbahnstraße. Aus dem Projekt sollen Verständnis und Respekt entstehen, die für ein Miteinander wertvoll sind“, so Polizeipräsident Burkhard Metzger.

Der Workshop umfasst drei Schulstunden. Interessierte melden sich bitte beim Referat Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Für den Landkreis Böblingen unter Tel: 07031-13 2616, für den Landkreis Ludwigsburg unter Tel: 07141-18 8001, oder schreiben eine E-Mail an: ludwigsburg.pp.praevention@polizei.bwl.de. (pol)