Am Samstag 07.08.2021 hat in Gärtringen die erste große Feuerwehrübung in diesem Jahr an der Peter-Rosegger-Grundschule stattgefunden. Aufgrund von Handwerksarbeiten kam es im Keller zu einem Brand im Heizraum mit einer starken Rauchentwicklung, die sich in das gesamte Schulgebäude ausbreitete. Kinder der Ferienbetreuung und weiteren Handwerkern war der Fluchtweg abgeschnitten. Die Feuerwehr war mit vier Löschfahrzeugen aus Gärtringen und Rohrau sowie dem Einsatzleitwagen aus Ehningen und der Drehleiter aus Aidlingen im Einsatz. Unterstützt wurde die Übung durch mehrere Fahrzeuge des Deutschen Rotes Kreuzes aus den Ortsvereinen Gärtringen und Aidlingen. Ebenfalls war die Polizei mit zwei Streifenwagen vor Ort. Die Anfahrt erforderte wegen der engen Wege konzentriertes Fahren voraus. In einer Garage auf dem Lehrerparkplatz konnte sich die Einsatzleitung einrichten und hatte immer einen Überblick über die Lage. In der Einsatzleitung laufen alle Informationen zusammen. Bei der Übung wurden nicht nur die Aufgaben und Abläufe der Feuerwehr geübt, sondern auch die Meldewege innerhalb der Gemeinde. Wie bei einem realen Schadensereignis, waren die Gemeindeverwaltung und der Hausmeister vor Ort.

Ein Feuerwehreinsatz verläuft nie nach Drehbuch, sondern jede Lage ist individuell. In dieser Übung war beispielsweise der Bereich des Feuerwehrinformationszentrum verraucht, so dass der Einsatzleiter sofort die Unterstützung von Kräften mit Atemschutz benötigte, um sich eine erste Lage verschaffen zu können.

Mit diesen Informationen wurde die Brandstelle schnell gefunden und die Brandbekämpfung sowie die Menschenrettung konnten eingeleitet werden. Weitere Aufgabe war die Menschenrettung weiterer vermisster Schüler aus den verrauchten Bereichen sowie Handwerkern vom Dach. Es wurden wegen der Größe und Zugänglichkeit der Schule zwei Einsatzabschnitte gebildet. Im Einsatzabschnitt auf dem Schulhof wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und zwei Personen vom Dach gerettet. Nicht schlecht staunten Andreas Gohl und Ralf Gaal, die die Übung vorbereitet hatten, dass mehr verletzte und betroffene Personen gefunden wurden, als ursprünglich eingeplant waren. Eine Gruppe Gäste wurde unfreiwillig in das Übungsgeschehen eingebunden, da diese sich in der Gefahrenzone aufgehalten haben. Blitzschnell wurde ein Plan B aus der Tasche gezogen.

In einer kurzen Nachbesprechung mit den Führungskräften von DRK und Feuerwehr sowie der Gemeindeverwaltung wurden die Eindrücke der Übung besprochen. Die Übung wurde erfolgreich gemeistert und es sind keine größeren Schwierigkeiten aufgetreten. Die Stimmung bei den Einsatzkräften und Gästen war trotz des Dauerregens gut. Ein Dank gilt nicht nur den Kameraden aus dem Vorbereitungsteam sondern auch den vielen Gästen und Kindern, die freudig die Übung bestaunt haben.(Feuerwehr Gärtringen)